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Mind Body Medicine

Ich habe bereits die Diagnose einer körperlichen Erkrankung. Ist die Mind Body Medicine in diesem Fall überhaupt sinnvoll?
Auf jeden Fall, denn körperliche und neuroplastische Prozesse schließen sich keinesfalls aus. Ein Mind-Body-Syndrom kann sich über eine körperliche Erkrank­ung legen, diese aufrechterhalten oder verstärken. Häufig gab es in der Ver­gangen­heit auch einen realen körper­lichen Schaden, der längst ausgeheilt ist – das sich in Gefahr wähnende Nerven­system hat jedoch gelernt, die ent­sprechenden Symptome auch ohne akute körper­liche Grundlage weiterhin zu pro­duzieren. Hier setzt die Mind Body Medicine an, um das Nervensystem wieder in die Regulation zu begleiten.
Am Anfang jeder MBM-Behandlung steht eine gründliche Anamnese und Be­fundung. Es gibt verschiedene Hinweise bezüglich der Qualität der Symptome, die ein Mind-Body-Syndrom wahrscheinlich machen. Weitere Erkenntnisse können wir dadurch erlangen, dass die Behandlung erste Effekte zeigt – dies ist ein starkes Indiz dafür, dass die Symptome vom Nerven­system erzeugt wurden und keinem strukturellen Schaden ent­springen.

Das ist nicht so klar wie es auf den ersten Blick erscheint. Viele Menschen haben strukturelle Abnormalitäten (z.B. der Wirbel­säule), ohne jegliche Schmerzen zu haben und ebenso viele Menschen haben starke, chronische Schmerzen ganz ohne bild­­gebenden Befund. Ob das Nerven­system Schmerzen projiziert, wird letzt­endlich auf Ebene des Nerven­systems mitentschieden. Genau hier setzt die Mind Body Medicine an, um dem Nervensystem neue, schmerzfreie Wege aufzuzeigen.

Wenn Sie es – nach einer sorgfältigen medizinischen Abklärung – grundsätzlich für möglich halten, dass Ihren Symp­tomen kein ein­deutiger körper­licher Schaden zugrunde liegt, sondern Stress und eine Dysregulation des Nerven­­­systems, dann haben wir den wichtigsten, ersten Schritt bereits getan. Der Weg Ihrer Neuorientierung könnte gerade be­gonnen haben!

Die Mind Body Medicine ist ein wissen­schaftlich intensiv erforschter Ansatz der modernen Komplementär­medizin, der unter anderem an deutschen Uni­versitäts­kliniken gelehrt und angewendet wird. Sie untersucht die messbaren Wechsel­wirkungen zwischen Gehirn, Geist, Nervensystem und Körper.

Der therapeutische Zweig, der sich speziell mit neuro­plastischen Symp­tomen und der emotionalen Regulation befasst, basiert auf den neuro­bio­logischen Erkenntnissen und klinischen Arbeiten internationaler Mediziner und Forscher. Wenn Sie tiefer in die wissen­schaftlichen Hintergründe einsteigen möchten, empfehle ich Ihnen die Fach­literatur und Studien von Autoren wie Dr. John Sarno, Dr. Howard Schubiner, Dr. Allan Abbass oder Alan Gordon.


ISTDP - Psychotherapie

Ich habe in Vergangenheit bereits Psychotherapien gemacht, die mir auf Dauer nicht viel gebracht haben. Warum sollte das jetzt anders sein?

Die ISTDP (Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy) unterscheidet sich grundlegend von klassischen, rein gesprächsorientierten Therapieformen. Anstatt primär Vergangenes intellektuell zu rekonstruieren, arbeiten wir sehr aktiv im Hier und Jetzt.

Wir untersuchen ganz konkret im gegenwärtigen Moment, wie Ihr kognitiv-emotionales System funktioniert: Welche unbewussten Abwehrmuster und inneren Blockaden springen in Sekundenschnelle an und stehen Ihnen im Alltag selbst im Weg? Indem wir diese Mechanismen direkt in der Sitzung spürbar machen und gemeinsam bearbeiten, soll Ihnen dieser Ansatz dabei helfen, echte emotionale Freiheit zu erlangen, bewusstere Entscheidungen zu treffen und authentisch Sie selbst zu sein.

In der Mind-Body-Medicine erarbeiten wir Strategien zum Management eines dysregulierten Nervensystems. Die ISTDP (Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy) geht einen Schritt weiter an die emotionale Wurzel: Sie hilft dabei, genau die unbewussten Gefühle und Abwehrmuster im Hier und Jetzt aufzudecken, die diesen inneren Stress befeuern. Beide Ansätze greifen somit ineinander, um Körper und Psyche gleichermaßen in die Balance zu begleiten.

Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy – intensive, psychodynamische Kurzzeit­therapie.

Intensiv, da sie eine rege Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Klient gibt. Psycho­dynamisch, da sie auf den Theorien des Un­bewussten der Psychoanalyse fußt, von der sie sich jedoch durch ihr dynamisches, sehr in­volviertes Vor­gehen unter­scheidet. Kurzzeit­therapie, da sie je nach Klient, auf wenige Dutzend Stunden begrenzt ist, was im Kontext psychodynamischer Therapien kurz ist.


Ernährungsberatung & Supplemente

Muss ich eine bestimmte Diät einhalten, um von der Mind Body Medicine zu profitieren?

Nein, es gibt keine starre MBM-Ernährung. Ich erarbeite mit Ihnen die Ernährungsform, die zu Ihrem Alltag passt und Ihre allgemeine Gesundheit unterstützt. Wenn Ihre Situation von Unverträglichkeiten oder sensiblen Reaktionen auf Lebensmittel geprägt ist, können wir über eine strukturierte Eliminationsdiät versuchen, potenzielle Triggerfaktoren einzugrenzen. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte Ernährung für Sie zusammenzustellen, mit der Sie sich im Alltag wieder wohl und sicher fühlen.

Nein, ich halte nicht viel von Schrotschuss-Strategien für die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Viel hilft manchmal nicht viel. Ich erarbeite mit Ihnen gezielt, welche Mikronährstoffe tatsächlich eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Ernährung zur Erhaltung Ihrer Gesundheit sein könnten und welche eher nicht. 

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