Mein Behandlungsansatz – Mind Body Medicine

Geist und Körper sind Eins

Meine therapeutische Arbeit beginnt mit der grundsätzlichen Erkenntnis: das Nervensystem ist in der Lage, eine ganze Reihe schwerwiegender und langanhaltender Symptome zu erzeugen, wenn es sich dazu genötigt sieht. Schmerz – als zentrales ‚Allzwecksymptom‘ – ist ein Gefahren­signal, welches das Subjekt vor etwas schützen will; idealerweise, indem es eine Handlung herbei führt. Bleibt die Gefahr bestehen, wird die Meldung des zuge­hörigen Gefahrensignals zur primären Beschwerde, unter welcher der einstmals auslösende Faktor begraben werden kann. Der Schmerz selber ist schließlich ein mentales Phänomen. Er ist nicht „im Körper“, sondern vielmehr ein Erlebnis im Geist, welches vom Gehirn dorthin projiziert wird.

Ein Teufelskreis

Dieser Projektionsmechanismus ist ein neurologischer Prozess und braucht nicht notwendigerweise eine anatomische, strukturelle Schädigung. Das Schmerzgeschehen kann sich dabei ver­selbstständigen und einen Teufelskreis bilden: andauernde, quälende Schmerzen, die ein normales Leben unmöglich machen, erzeugen verständlicherweise eine emotionale Reaktion und führen oft zu Depressionen und großer Unsicherheit.

Das Nervensystem: im Anspannungszustand

Gedanken wie: „wie schlimm wird es heute sein, werde ich die Dinge tun können, die ich gerne tun möchte oder verbringe ich den Tag wieder im Bett?“ erzeugen eine Angstspirale, die das Nervensystem kontinuierlich in einen Anspannungszustand treibt, der die Schmerz­wahrnehmung weiter verstärkt. Die ständige Beschäftigung mit und das Erwarten von weiteren Schmerzen suggerieren dem Nervensystem zusätzliche Gefahr, die wiederum als Schmerz projiziert werden kann. Dies gibt weiteren Anlass zu Angst und Beschäftigung mit dem Schmerz. Die Symptomatik ist neuroplastisch geworden, d.h. sie wird immer wieder von neuem vom Nervensystem erzeugt.

Innere Realitäten, äußere Symptome

Manchmal sind es auch keine äußeren Umstände, sondern innere Realitäten, die vom Nervensystem als gefährlich erlebt werden. Wir haben durch frühkindliche Erfahrungen gelernt, dass es gefährlich ist, wütend zu sein, traurig, oder auch fröhlich – denn dann wurden wir abgelehnt, oder schlimmeres.
Kommen heute diese Emotionen wieder auf, lösen sie Symptome aus, unter denen die ursprüngliche Erfahrung sicher, d.h. außerhalb unseres Bewusstseins, verwahrt wird.

Ursachenforschung

Die wichtigste Frage im Zusammenhang mit chronischen, neuroplastischen Beschwerden ist daher nicht: „Was ist im Körper kaputt?“ sondern: „Was ist in der Seele passiert, dass das Nervensystem glaubt, solche Symptome in den Körper projizieren zu müssen? Welche Gefahr soll hier abgebildet werden? “
Meine Arbeit besteht im Ausfindigmachen der zugrundeliegenden Gefahr und dem negativen Umgang damit, um den oben beschriebenen Teufelskreis genau zu verstehen.

Der Turning Point

Die Entspannung beginnt von dem Moment an, wo die Erkenntnis einsinkt: „Ich bin ja gar nicht kaputt, mein Nervensystem erzeugt das die ganze Zeit selber!“
Die Erleichterung, die dann eintritt, nimmt weiter Stress und Angst aus dem System und kann wiederum dazu beitragen, die Symptomatik zu verbessern – der Prozess wurde umgedreht in eine Selbstheilungsspirale, in der jeder kleine Erfolg den nächsten Schritt befördert.

Unsere unschlagbare Verbündete: die Selbstheilungskraft

Dabei arbeite ich eng mit den in jedem Menschen liegenden, schlummernden Selbst­heilungskräften zusammen – und beleuchten liebevoll und präzise jene selbstschädigenden und -sabotierenden Muster, welche das psychophysiologische Krankheitsgeschehen unbewussterweise aufrechterhalten und jeden Tag von neuem erzeugen.
Da diese Muster, wie auch die Selbstheilungskräfte, tief im Inneren der Seele wohnen, arbeite ich mit einer auf Ihre Emotionen fokussierten, psychodynamischen Psychotherapie, um die in Ihrem Gesamt­system aus Körper – Seele – Geist steckenden, biographisch erlernten Muster offen zu legen.

Körper und Geist vereint: Mind Body Medicine trifft ISTDP

Mein Therapiekonzept besteht in einer aus meiner eigenen Biographie informierten Variante der Verknüpfung der Mind Body Medicine, die von Dr. John Sarno und seinen Schülern entwickelt wurde, mit psychotherapeutischen Verfahren, die auf der intensiven psychodynamischen Kurzzeittherapie (engl. ISTDP) nach Dr. Habib Davanloo beruhen.

Rechtlicher Hinweis: Bei den hier vorgestellten Ansätzen handelt es sich um ein Verfahren der komplementären Medizin. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die Mind Body Medicine und ISTDP in Deutschland nicht zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne der wissenschaftlich validierten Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften, Wirkungen oder Anwendungsbereiche beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten der therapeutischen Fachrichtungen selbst. Aus den Beschreibungen lässt sich kein Heil- oder Linderungsversprechen ableiten. Die Anwendung der Methoden ersetzt in keinem Fall eine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung bei akuten oder chronischen Erkrankungen. 

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie gerne jederzeit Kontakt mit mir aufnehmen.

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